Ubuntu Upgrade Problem lösen

Schon zum zweiten Mal laufe ich in das Problem, dass die Upgrades des Ubuntu Systems sich nicht mehr installieren lassen. Wenn man nach den Symptomen in deutscher Sprache sucht findet man leider auch nicht allzu viel. Daher hier meine Anleitung wie ich die Installation wieder ans Laufen gebracht habe, samt dem Löschen nicht benötigter Kernel Versionen.
Für mich zur Erinnerung und vielleicht für Euch als Anregung.

Ihr solltet außerdem in der Lage sein mit der Shell umzugehen. Ich übernehme keinerlei Haftung für die Korrektheit oder für Schäden die durch das Befolgen dieser Anleitung entstehen. Ihr handelt auf eigene Gefahr.

Symptome

  • Der normale Upgrade Manger meldete ein Problem bei der Installation und konnte die Linux Kernel Header Dateien nicht installieren.
  • In der Kommand Bar erscheint ein Stoppschild, dass darauf hinweist, dass die Upgrade Funktion beschädigt ist.
  • sudo apt-get -f install schmeißt in etwa den im folgenden Unterkapitel gezeigten Log aus.
  • Im Ubuntu Software Center gibt es sofort eine Nachricht, dass das Paketierungssystem aus dem Tritt ist und man weder installieren noch de-installieren kann
  • Wenn man mit baobab (Shell Aufruf) in etwa folgendes in /usr/ sieht
    Bildschirmfoto baobab Ubuntu Kernel Header

Ich habe dann auch alle Varianten versucht, um z.B. Linux Header Dateien zu de-installieren aber alles läuft in einen Fehler.

sudo apt-get -f install

Ihr solltet dasselbe Problem haben, wenn die unten rot markierte Nachricht erscheint.

 

Lösung

  1. Auf jeden Fall, erst mal in der Shell
    sudo apt-get -f install
    aufrufen. Vielleicht ist das Problem ja damit schon behoben.

Wenn das nichts geholfen hat und Ihr auch die Log Zeile “Auf dem Gerät ist kein Speicherplatz mehr verfügbar” findet fahrt wie folgt fort, um Speicher manuell freizugeben.

Speicherplatz manuell freimachen

Achtung das Löschen der Kernel Dateien kann ein System unbrauchbar machen. Insbesondere das Löschen der aktuellen Kernel Dateien führt ins Verderben.

  1. Feststellen welchen Kernel man selbst am laufen hat. uname -r war bei mir ergibt bei mir 3.2.0-84-generic-pae.
    !!
    Dateien die diese Nummer z.B. bei mir 3.2.0-84 enthalten auf keinen Fall löschen!! (wird bei Euch sicher eine andere Nummer sein)
  2. Listen der Header Datein ls /usr/src
  3. Löschen von Header Dateien rm -rf /usr/src/3.xxxxx (Sucht Euch die kleinsten Nummern raus bei mir z.B. 3.2.0.35) und löscht das ganze Verzeichnis
  4. Listen der Lib Dateien ls /lib/modules/
  5. Löschen der Lib Dateien rm -rf /lib/modules/3.xxxx (Nehmt hier die selben Nummern wie vorher bei den Headern
  6. Jetzt nochmal sudo apt-get -f install. Wenn es geklappt hat dann läuft das jetzt durch

Das war aber nur ein Teil der Miete, denn jetzt heißt es…

Aufräumen

Uns so geht das Aufräumen und das Freigaben von mehr Speicherplatz

  1. Die Header Dateien der Kernel die Installiert sind kann man sich anzeigen lassen indem man in der shell folgendes eingibt
    sudo apt-get remove linux-
    dann zwei mal Tab drücken.
  2. Jetzt die Header Dateien der Kernel für die man vorher Dateien manuell gelöscht hat mit apt-get löschen. Auf keinen Fall die Version die man oben mit uname -r ermittelt hat!!
    z.B.
    sudo apt-get remove linux-headers-3.2.0-29
  3. Die libs der Kernel kann man sich anzeigen lassen indem man
    sudo apt-get purge linux-image-3
    eingibt und zweimal Tab drückt.
  4. Jetzt wie oben unter 2 das ganze für die libs
    sudo apt-get purge linux-image-3.2.0-29
  5. Nun und das ganze wiederholen für die Kernel die man nicht mehr benötigt. Die letzten 5 würde ich persönlich stehen lassen.

Nach dem Aufräumen als Beispiel die verbleibenden Header Dateien.
Bildschirmfoto baobab Ubuntu Kernel Header nach Aufräumen

Fazit

Im Moment des Ausfalls hatte ich:

  • 89 MB pro Kernel an Header Dateien und
  • 135 MB pro Kernel an Lib Dateien
  • Das ganze 37 mal!

Nach dem Aufräumen hatte ich mal eben 6 GB freien Speicherplatz.

Das Problem ist je nach Perspektive:

  • Meine zu kleine Systempartition
  • Der Ubuntu Upgrade Prozess der dann eben doch nicht benutzerfreundlich die alten Kernel Logs aufräumt.

Aber ich tendiere zu letzterem. Es ist für den normalen Benutzer nicht nachvollziehbar warum das System plötzlich den Dienst versagt.  Wünschenswert wäre es nur die letzten sagen wir 5 Kernel aufzuheben oder den Platz für die Kernel sinnvoll zu begrenzen.

Und mal ehrlich wie oft geht beziehungsweise fällt man mehr als einen Kernel zurück?

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